23. Geraer Oldie-Cup - Vorschau

 Nach 20 Jahren Pause meldet sich Sparta Prag zurück

David Jarolim und Milan Fukal sorgten einst in der Bundesliga für Furore

 

von Jens Lohse

2002 und 2003 war Sparta Prag bereits beim Geraer Oldie-Cup mit von der Partie. Nach 20 Jahren Pause ist man nun zurück und nimmt am 13. Januar in der Panndorfhalle wieder teil. Das sympathische Auftreten der Kicker aus der tschechischen Hauptstadt ist vielen Geraer Fußball-Anhängern in Erinnerung geblieben.

2002 stand Abwehrspieler Jan Berger gemeinsam mit Andreas Langer (Wismut Aue), Jürgen Heun (FC Rot-Weiß Erfurt), Jens Kurrat (Dortmund) und Mathias Forster (FC Carl Zeiss Jena) im Allstar-Team des Turniers, was als kleines Trostpflaster zu werten war, da in der Endabrechnung nur Rang sieben herausgesprungen war. Ein Jahr später schaffte man es ins Halbfinale, verlor da aber gegen Borussia Dortmund mit 2:4 und um Rang drei gegen Rot-Weiß Erfurt mit 2:5. Jan Berger und Marek Trvac wurden in die Turnierauswahl gewählt.

Bekanntester Spieler im heutigen Aufgebot von Sparta Prag ist David Jarolim. Der 43-jährige defensive Mittelfeldspieler bestritt insgesamt 318 Bundesliga-Spiele für Bayern München, den 1. FC Nürnberg und den Hamburger SV. Mit den Bayern wurde er sogar zweimal Deutscher Meister, kam aber in drei Spielzeiten nur zu einem Punktspieleinsatz. Erst in Nürnberg konnte er sich durchsetzen, bevor er in fast zehn Jahren in Hamburg bis zum Kapitän aufstieg. In dieser Zeit wurde er auch zum Nationalspieler mit 29 absolvierten Begegnungen. Sowohl bei der WM 2006 in Deutschland als auch bei der EM in Österreich und der Schweiz stand Jarolim auf dem Platz, konnte das Ausscheiden Tschechiens jeweils in der Vorrunde aber nicht verhindern.

Milan Fukal, inzwischen 47 Jahre alt, spielte in der Bundesliga für den Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach und brachte es zwischen 2000 und 2006 auf insgesamt 109 Bundesliga-Einsätze. Für die Auswahl Tschechiens bestritt er 17 Begegnungen, in denen er zwei Treffer erzielte. Mit Sparta Prag spielte er in der Saison 1999/2000 Champions League und traf als Abwehrspieler gegen Spartak Moskau, Hertha BSC und den FC Porto ins Schwarze.

Gar 33 Länderspiele zwischen 1991 und 2002 weist die persönliche Statistik von Jiri Novotny (52) auf. Mit Tschechien verpasste er 2002 die WM-Qualifikation für Japan und Südkorea, weil das Team gegen Belgien in den Playoffs zweimal mit 0:1 den Kürzeren gezogen hatte. Der Defensivmann Marek Kincl (49) als zweifacher Nationalspieler und Ex-Profi bei Zenit St. Petersburg, Rapid Wien sowie Sparta und Bohemians Prag, Vaclav Kolousek (46) mit fünf Länderspielen und Profi-Stationen bei Dukla, Sparta und Slavia Prag sowie Wacker Innsbruck sowie Lukas Hartig, der bis zu seinem 23. Lebensjahr in der achten Liga Tschechiens stürmte, ehe er noch für Bohemians und Sparta Prag, Sigma Olomouc und Zenit St. Petersburg auflief, komplettieren das Aufgebot der Prager Gäste, zu dem auch Lukas Zelenka (43) gehört.

Als 18-Jähriger verpflichtete ihn der RSC Anderlecht, bei dem ihm aber der Durchbruch nicht gelang. Beim KVC Westerlo in Belgien hatte er mehr Glück, war später auch bei Sparta Prag, Manisaspor in der Türkei und Honved Budapest aktiv. Mit einer mit Nationalspielern nur so gespickten Mannschaft rechnen sich die Prager in Gera gute Chancen aufs Erreichen des Halbfinals aus.
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