Das 17. Geraer-Oldie-Turnier 2015
Vor Schalke 04 oder Borussia Dortmund: FC Carl Zeiss besiegt Gera bei Oldieturnier
Der FC Carl Zeiss Jena besiegt vor mehr als 1500 Gästen beim 17.Oldie-Turnier im Finale die Geraer Stadtauswahl mit 5:4 im Neunmeterschießen und darf zum vierten Mal den Pokal mit nach Hause nehmen.
von Bernd Scheffel (OTZ 19.01.2015)
Jubel bei der Zeiss-Mannschaft: Betreuer Günter Burkhardt, Christian Fröhlich, Stefan Treitl, Torwart Veit Wohlfahrt, Trainer Uli Göhr, Torsten Ziegner, ein Fan, Miroslav Jovic, Mike Sadlo und Frank Berger (von links) holen den größten Pokal in der Panndorfhalle Gera. (Foto Tino Zippel) 
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Gera. Wer hätte das gedacht, dass zur 17. Auflage des Fußball-Oldie-Cups in der Geraer Panndorfhalle erstmals zwei Ostthüringer Mannschaften den Turniersieg unter sich ausmachen würden? Wohl nur die kühnsten Optimisten. Doch am späten Freitagabend standen sich in der mit mehr als 1500 Zuschauern wieder ausverkauften Geraer Panndorfhalle tatsächlich die Traditionsmannschaft des FC Carl Zeiss Jena und die Stadtauswahl Gera gegenüber. Dabei sicherten sich die Saalestädter mit 5:4 Toren nach Neunmeterschießen zum vierten Mal nach 2002, 2010 und 2011 den Pokal. Damit zogen die Schützlinge von Uli Göhr mit der Dortmunder Borussia als Rekordgewinner gleich, die den Cup 2003, 2005, 2008 und 2009 aus der Stadt an der Weißen Elster entführen konnten.

Die zwölf Spielminuten des Ostthüringer Endspiels waren an Dramatik kaum zu überbieten. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Erst in letzter Sekunde konnte Ronny Abresch für die Lokalmatadoren zum 2:2 ausgleichen. Sein Teamkollege Nicki Granderath hatte die Geraer in der 3. Minute in Führung geschossen. Doch die Jenaer Gäste konterten und kamen durch Christian Fröhlich (6.) und Frank Berger (10.) zu ihren Treffern. Die Entscheidung musste vom Punkt fallen. "Das ist ja immer mit bisschen mit Glück verbunden. Aber ich würde nicht sagen, dass wir die glücklichere, sondern die bessere Mannschaft waren", sagte Trainer Uli Göhr. "Am Ende war es ein verdienter Pokalsieg. So hatten wir es uns vorgestellt. Unser Team war schon spielerisch am stärksten. Wenn du so einen Mann wie Torsten Ziegner hast, der im eins-eins versuchen kann, ein Tor zu erzielen, dann ist das schon okay."
Der Gelobte ergänzte: "Alle, die bei uns in der Mannschaft standen, denen hat es richtig gefetzt, hier zu spielen. Das hat man zum einen an den Ergebnissen und zum anderen an der Art und Weise gesehen, wie wir Fußball gespielt haben. Letztendlich denke ich, dass wir absolut verdient Turniersieger geworden sind", sagte Torsten Ziegner. 

"Okay, wir können den Jenaern gratulieren", war der Geraer Trainer Bernd Wiegner überhaupt nicht enttäuscht, dass es vom Neunmeterpunkt nicht geklappt hat. "Ich hab es ja als ehemaliger Aktiver schon selbst erlebt, wie schwer es ist, ein Neun- oder Elfmeterschießen zu bestreiten, wo Glück und Pech ganz nah beieinander liegen. Am Ende gewinnt hier eventuell der Glücklichere, aber ich denke, wir haben ein ausgeglichenes Finale gesehen. Jena hat in dem Moment die besten Schützen gehabt."
Dass die Geraer Oldie-Auswahl überhaupt wie 2012 das Endspiel gegen Schalke 04 erreichen konnte, sieht der ehemalige Wismut-Towart trotz vieler Personalprobleme im Vorfeld vor allem darin, dass alle eingesetzen Spieler über ihr Limit gegangen seien. Und natürlich an der überragenden Leistung von Keeper Frank Schäfer, der nicht umsonst als Bester Towart des Turniers geehrt wurde.

"Die beiden ersten Ergebnisse haben uns im Prinzip in die Karten gespielt." Vorjahresfinalist Hamburger SV schickten die Gastgeber mit einer 1:2-Niederlage von der Spielfläche. Die Routiniers vom FC Rot-Weiß Erfurt schlugen die Geraer sogar mit 4:1 Toren. Selbst Pokalverteidiger 1. FC Union kam gegen die Gastgeber im ersten Halbfinale um eine 1:2-Niederlage nicht herum. Die Wuhlheider konnten sich wenigstens im Kleinen Finale mit einem 3:2-Erfolg über Rot-Weiß Erfurt schadlos halten. 


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