15. Geraer Oldie-Cup im Hallenfußball
Spannung vorm Geraer Jubiläums-Oldie-Fußball-Turnier
von  Bernd Scheffel /OTZ
Foto: Tino Zippel


Gera. Die Altinternationalen der tschechischen Auswahl hingegen hätten wohl eher geringere Chancen auf einen Erfolg. Knapp eine Woche vor dem Jubiläumsturnier in Ostthüringen verpassten die Routiniers aus dem Nachbarland in der Niederlausitzhalle Senftenberg im Finale gegen Union Berlin den Turniersieg denkbar knapp.

Die Veilchen aus dem Auer Lößnitztal und die Thüringer durften sich nur im Neunmeterschießen um Rang fünf messen. Hierbei kaufte der ehemalige Nationaltorhüter Jörg Weißflog Jenas Torjäger Miroslav Jovic den Schneid ab und sorgte anschließend vom Punkt gegen Jenas Keeper Hendrik Lihsa selbst für die Entscheidung zum 6:5-Sieg. Zufrieden konnte der 56-jährige Erzgebirger aber nicht sein: "Im Vorjahr waren wir hier Dritter. Wir wollten diesen Platz eigentlich gern verteidigen, aber in der Halle ist eben Vieles möglich. Im Neunmeterschießen hatten wir aber wenigstens einen versöhnlichen Abschluss." In Gera erwartet der Auer am Freitag ebenfalls ein starkes Teilnehmerfeld. "Aber wir versuchen natürlich immer das Beste."

Als es um Platz fünf ging, war Weißflogs ehemaliger Nationalmannschaftskollege Jürgen Raab längst geduscht. Auch der Jenaer machte nicht den glücklichsten Eindruck: "Mit dem Abschneiden sind wir nicht hundert Prozent zufrieden, weil wir schon die Chance hatten, zumindest um Platz drei zu spielen. Aber wir haben es den Magdeburgern eben zu einfach gemacht (0:5). Das ist ein bisschen ärgerlich. Ein Neunmeterschießen ist nun mal immer eine gewisse Glückssache."

Vor 12 Monaten fehlte Jürgen Raab seiner Jenaer Mannschaft beim 14. Geraer Oldie-Turnier. Ob sie deshalb der Geraer Stadtauswahl im Halbfinale sensationell 3:4 unterlag? Auf alle Fälle hoffe er, dass sich seine Mannschaft in der Panndorfhalle im Vergleich zum Auftritt in Senftenberg steigern kann. "Es ist ja praktisch ein Heimspiel. Wir wollen versuchen, möglichst wieder ins Finale zu kommen und das Ding vielleicht auch zu gewinnen."

Das freilich möchte auch Jan Berger mit seiner tschechischen Auswahl. Zur vorjährigen Turnierauflage, als sie für ein zu schwach besetztes Bundesliga-Team einsprang, das die Organisatoren kurzerhand wieder ausgeladen hatten, unterlagen die Tschechen im Neunmeter-Schießen um Platz fünf dem FC Rot-Weiß Erfurt mit 1:3. Dennoch avancierten die Gäste auf Anhieb zu den Publikumslieblingen. Auch diesmal wurden die Tschechen nachträglich verpflichtet. Zenit St. Petersburg hatte ohne Angabe von Gründen abgesagt. Jan Berger soll es recht sein. Das Turnier in Gera sei noch besser besetzt als das Senftenberger, weiß der frühere Mittelfeldregisseur aus Prag. Dass es in der Niederlausitzhalle nicht mit dem Turniersieg geklappt hat, nimmt der Olympiasieger nicht tragisch. "Dann feiern wir eben in Gera." Aber vielleicht bewahrheitet sich ja der Spruch von der misslungenen Generalprobe.

Wenn es schon nicht mit dem Hattrick geklappt hat, wollen die Jenaer diesmal den vierten OTZ-Pokal mit nach Hause nehmen.

Für Teammanager Ulrich Göhr wäre es ein schöner Abschluss bei seinem 15. Geraer Hallenturnier. "Mit 60 wird mir der Hallenboden langsam zu schnell", sagt der Jenaer und schmunzelt. "Aber ich werde die Traditionsmannschaft weiter coachen." Übermorgen will er nichts dem Zufall überlassen. Anstelle von Torwart Hendrik Lihsa, der am Sonnabend beim Mastersturnier in der Deutschlandhalle für den 1. FC Union Berlin im Kasten steht, hat er Veit Wohlfarth aufgeboten. Für die nötigen Treffer soll neben Miroslav Jovic diesmal auch Christian Reimann sorgen. In Senftenberg trug er sich dreimal in die Torschützenliste ein.

Für Spannung zum Jubiläumsturnier ist gesorgt.


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