Presseinformation

26. Oldieturnier | 9.Januar 2026

"Kugelblitz" Ailton lässt Bremen zum zweiten Mal jubeln

Während Geras Stadtauswahl beim 26. Geraer Oldie-Turnier das Halbfinale verpasst, nehmen es die Fußballer des FC Bayern München teilweise etwas zu verbissen. Ailton reckte die Faust in die Höhe. Das Publikum in der mit 1600 Zuschauern gefüllten Panndorfhalle jubelte ihm frenetisch zu. Gerade hatte der 52-jährige Brasilianer den Treffer zum 5:1-Endstand für SV Werder Bremen im Finale gegen die Bundesliga-Auswahl Ost erzielt.

"Wir haben gestern schon in Oldenburg gespielt. Deswegen bin ich etwas müde. Zwei Turniere in zwei Tagen sind zu viel, aber ich wollte unbedingt hier ein Tor erzielen", so Ailton vor der Siegerehrung, bei der er als Publikumsliebling geehrt wurde.

Zum zweiten Mal in Folge trugen sich die Bremer beim 26. Geraer Oldie-Turnier in die Siegerlisten ein. Die schnelle Führung des Geraers Florian Trinks hatte Niklas Hoheneder für die Bundesliga-Auswahl ausgleichen können, ehe der als bester Torschütze ausgezeichnete Mehmet Ekici, Florian Trinks, Aaron Hunt und Ailton noch den klaren 5:1-Erfolg herausschossen.

"Das war ein sehr gelungenes Turnier auf hohem Niveau. Die Atmosphäre ist toll. Ich freue mich immer, hier dabei sein zu dürfen", so der 33-jährige Florian Trinks, der als gebürtiger Geraer genau wie Tobias Werner (40) Heimvorteil genoss. "Wir haben heute ein paar Fehler zu viel gemacht. Die werden bestraft. Es war nicht unser bester Tag. Aber wir kommen gern wieder. Irgendwann müssen wir Bremen den Pokal abjagen", so der Linksfuß, der vier kurzfristige Absagen hatte verkraften müssen.

Ailton jubelt nach seinem Tor zum 5:1-Endstand beim 26. Geraer Oldie-Hallenturnier

Im letzten Gruppenspiel hatten die Augsburger lange Zeit mit 2:0 gegen die Bundesliga-Auswahl Ost geführt, was zum Halbfinaleinzug gereicht hätte. Doch ein Doppelpack von Ex-RB-Kapitän Dominik Kaiser (später zum besten Turnierspieler gewählt) bescherte dem Kontrahenten den 2:2-Ausgleich und die Schwaben mussten sich mit Gruppenrang drei begnügen.

Gesamtdritter wurde die Ü40 des FC Bayern München, die im kleinen Finale Rapid Wien mit 3:1 bezwang. Die Bayern hatten in der Vorrunde der Geraer Stadtauswahl den Weg ins Halbfinale versperrt, weil sie ihr letztes Spiel gegen Dynamo Dresden mit 1:0 gewannen und damit noch an den Hausherren vorbeizogen. Die ohne bekannte Namen angetretenen Münchner kämpften verbissen, kassierten drei der vier Zeitstrafen des Turniers.

Ein Ausrufezeichen setzte Torwart Gerry Hillringhaus. Als Bester seines Fachs wusste der 63-Jährige zwischen den Pfosten zu überzeugen. In der Saison 1991/92 hatte er 17 Bundesliga-Einsätze für den deutschen Rekordmeister absolviert. "Im Tor kann man das Alter gut kompensieren. Im Feld wäre das schwieriger. Aber ich halte mich auch dementsprechend fit", sagte er auf Nachfrage.

Werder Bremen feiert den Turniersieg beim 26. Geraer Oldie-Hallenturnier 2026

Nachdem Rapid Wien ungeschlagen durchmarschierte, gingen den Österreichern mit dem zehnfachen Nationalspieler Ümit Korkmaz etwas die Kräfte aus, sodass man im Halbfinale gegen die Bundesliga-Auswahl Ost mit 1:2 unterlag. Bei der Siegerehrung erklärte Florian Sturm: "Wir sind heute neun Stunden aus Wien angereist. Für euch hätten wir auch 20 Stunden auf uns genommen."

Zum ersten Mal seit 2017 verpasste die Geraer Stadtauswahl die Endrunde, was sich auf die Stimmung in der Halle niederschlug. Torlose Unentschieden gegen Dynamo Dresden und Rapid Wien sowie ein in letzter Sekunde erkämpftes 2:2 gegen Bayern München reichten nicht fürs Halbfinale.

"Wer keine Tore schießt, kommt nicht weiter. Uns hat das Momentum gefehlt, das wir in den letzten Jahren auf unserer Seite hatten. Ohne Niederlage auszuscheiden, ist schon etwas ärgerlich. Aber letztlich haben wir im gesamten Turnier nicht einmal geführt", analysierte Stadtauswahl-Trainer Frank Schäfer, während "Kugelblitz" Ailton den Siegerpokal ein weiteres Mal in die Höhe reckte.

Text und Bilder: Jens Lohse

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