FC Rot-Weiß Erfurt - Teilnehmer 2013
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So will der FC Rot-Weiß Erfurt zum Turnier antreten:
Uwe Abel- Daniel Bärwolf - Martin Busse - Heiko Cramer - Christian Ertmer - Mario Franke - Martin Iffarth - Frank Kräuter - Heiko Nowak - Torsten Traub - Mario Thöring - Andreas Winter


Das Traditionsteam:
Das Team der Erfurter spielt zirka 25 Großfeldspiele von Mai bis September und tritt zu sechs bis acht Hallenturnieren an. Vordergründig tritt das Oldie-Team in Thüringen an, aber auch in Sachsen-Anhalt und Sachsen. Trainiert wird ein Mal wöchentlich, „die Beteiligung liegt oberhalb des Durchschnitts mancher 1. Männermannschaft", freut sich Teammanager Hans-Günter Hänsel. Trainer Manfred Schuster konstatiert stets über 18 Kicker je Einheit.

Der FC Rot-Weiß Erfurt:
Die Wurzeln des Erfurter Fußballs reichen bis ins späte 19. Jahrhundert zurück und zwar konkret bis zum 25. Mai1895, der Gründung des damaligen Erfurter Kricket-Clubs. Bereits ein Jahr später nannte man sich in „Sportclub Erfurt 1895" um. Im Gründungsjahr fand auch das erste Fußballspiel statt, dass beim Turnverein 1860 Gotha mit 0:2 verloren ging. Im Jahre 1900 nahm der SC Erfurt 1895 als einer von zwei Thüringer Vereinen an der Gründungsversammlung des DFB in Leipzig teil und 1904 trat man dem Verband Mitteldeutscher Ballspielvereine (VMBV) bei. In diese Zeit fallen auch die ersten Erfolge im Fußball, so holte man sich zwischen 1903 und 1910 jeweils die Gaumeisterschaft von Thüringen bzw. Nordthüringen. In der Saison 1908/09 gelang dann der ganz große Wurf. Nach dem Gewinn der Thüringer Meisterschaft wurde nach Siegen über den Chemnitzer BC 99 (3:1), Dresdner SC 98 (7:2) und den VfL Halle 96 (5:4) die Mitteldeutsche Meisterschaft gewonnen. Erfurt nahm damit an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil. Nach einem Sieg im Viertelfinale am 16. Mai 1909 mit 5:4 n.V. gegen Alemannia Cottbus musste man sich im Halbfinale dem späteren Deutschen Meister, FC Phönix Karlsruhe, mit 1:9 beugen.

In der Folgezeit bis 1930 konnte zwar noch mehrfach die Gaumeisterschaft und auch die Thüringer Meisterschaft geholt werden, zu einem Sieg in der Mitteldeutschen Meisterschaft reichte es jedoch nicht mehr.

Auf Beschluss der sowjetischen Militäradministration wurden nach Ende des 2. Weltkrieges im Sommer 1946 alle bürgerlichen Sportvereine aufgelöst (quasi verboten) und deren Vermögen beschlagnahmt. Ein neues Kapitel in der Erfurter Fußballgeschichte begann. Im Sommer 1946 wurde der Sportbetrieb in der sowjetischen Besatzungszone, zunächst nur auf Kreisebene aufgenommen. In der Stadt Erfurt wurden fünf Sportgemeinschaften gegründet – Erfurt-Nord, -West, -Mitte, -Süd und -Ost, wobei die SG Erfurt-West auf dem Gelände des SC Erfurt 1895, der Cyriaksburg, spielte und hauptsächlich aus Spielern des ehemaligen Sportclubs und des VfB Erfurt bestand. Erst mit zunehmendem Erfolg der SG Erfurt-West wurde immer häufiger im Städtischen Stadion, der Mitteldeutschen Kampfbahn, - heute Steigerwaldstadion - gespielt. Verpasste der Verein 1948 noch die Thüringer Meisterschaft (0:2 gegen Sömmerda), so erreichte man dieses Ziel 1949 und der Verein kam unter neuem Namen „Fortuna Erfurt" spielend, bis ins 2.Ostzonenfinale. Am 26. Juni 1949 verlor man im Dresdner Ostragehege vor 50 000 Zuschauern gegen die ZSG Union Halle mit 1:4. Bereits ein Jahr später, erneut unter neuem Namen, „KWU Erfurt" (Kommunales Wirtschaftsunternehmen), stand man erneut in einem Finale, das wiederum verloren wurde. Am 03. September 1950 verlor Erfurt in Berlin das damals noch bedeutungslose FDGB-Pokalfinale der DDR gegen die BSG EHW Thale mit 0:4. Auch die darauf folgende Saison wurde mit einem Finale abgeschlossen, das wiederum verloren wurde. Nun als BSG Turbine Erfurt (Betriebssportgemeinschaft) spielend, verlor man das Entscheidungsspiel um die DDR-Meisterschaft in Chemnitz vor 60 000 Zuschauern gegen Chemie Leipzig mit 0:2. Aus dieser Oberligasaison stammt auch der inoffizielle Zuschauerrekord im Erfurter Stadion – kamen doch am 1. April 1951 sagenhafte 47 390 Zuschauer zum Punkspiel gegen Chemie Leipzig (1:2).

In der Saison 1953/54 gelang dann der große Triumph und Turbine Erfurt konnte überlegen den DDR-Meistertitel holen. Auch im Folgejahr konnte Turbine DDR-Meister werden und den Titel verteidigen. In der Folge beendeten viele erfahrene Spieler ihre Laufbahn oder verließen den Verein, auch auf Grund politischer Machenschaften der DDR-Oberen gen Westen, sodass Turbine Erfurt immer mehr ins sportliche Mittelmaß der DDR-Oberliga zurückfiel.

Teamsponsor:GOTHAER Versicherungen
Generalagentur Björn Hauke
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